Türkei – Zwischen Orient und Okzident

Warme Reiseziele: Türkei

Istanbul © archer10 (Dennis)

Seit vielen Jahren gilt die Türkei als eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen. Traditionell gibt es enge Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Doch hat die Türkei darüber hinaus unzählige Vorzüge, die es als Reiseziel so beliebt machen. Sonnenhungrige und Badenixen schätzen die warmen Temperaturen, doch auch Abenteurer und Kulturinteressierte kommen auf ihre Kosten.

Istanbul

Istanbul, das ehemalige Konstantinopel, ist sicherlich das beliebteste Reiseziel in der Türkei. Die mehr als 7 Millionen Einwohner zählende Metropole vereint auf beeindruckende Weise Tradition und Moderne, Orient und Okzident. Hippe Läden, Galerien und Bars liegen Seite an Seite mit traditionellen Basaren und Moscheen. Planen Sie einige Tage für die Erkundung ein.

Reiseziele an der Küste

Vor allem die Badeorte an der Ägäis und Riviera ziehen rund ums Jahr Besucher aus der ganzen Welt an. Doch nicht nur das warme Wetter und die guten Bade- und Wassersportmöglichkeiten machen die Südküste der Türkei zu einem begehrten Reiseziel. Die Region hat auch beeindruckende Zeugnisse der jahrtausendealten Geschichte zu bieten. Das Amphitheater in Aspendos wird noch heute für Aufführungen genutzt. Bedeutende antike Stätten befinden sich auch in Side, Perge, Phaselis und Termessos.

Beste Reisezeit

Da es im Hochsommer sehr warm werden kann, bietet sich für eine Reise in die Türkei der Herbst an. So können Sie den Sommer verlängern und dem nasskalten Wetter in Deutschland entfliehen. Ideal ist der Oktober, aber bis in den November ist an der Küste schönes Wetter möglich. Die Temperaturen betragen noch immer über 20°C und im Gegensatz zu den Frühlingsmonaten ist das Wasser noch warm genug zum Baden.

Was ist ihr Lieblingsreiseziel in der Türkei?

Madeira – Die Blumeninsel

Warme Reiseziele: Madeira

© Sindre Reime@flickr

Im Atlantischen Ozean, etwa 800 Kilometer vom Festland entfernt, liegt die portugiesische Insel Madeira. Die Insel ist nicht nur kulturhistorisch interessant, auch Naturfreunden und Aktivurlaubern hat sie  faszinierende Eindrücke zu bieten. Ob Sommer oder Winter, die Temperaturen auf der Insel sind durchweg angenehm warm. Schon Kaiserin Sissi erholte sich im milden Klima der Blumeninsel und im 19. Jahrhundert war Madeira das liebste Reiseziel des englischen Adels.

Seit 1500 Jahren ist Madeira besiedelt und wurde von immer wechselnden Machthabern regiert. Die Phönizier haben die Insel entdeckt, Christoph Columbus war hier und Portugiesen und Spanier lieferten sich wegen ihr erbitterte Kämpfe. Die Einflüsse der unterschiedlichen Kulturen zeigen sich deutlich in der Architektur der Hauptstadt Funchal. Kleine Gassen, schmale Häuser, alte Kirchen und massive Festungsbauten prägen den Stadtkern. Berühmt ist der Markt von Funchal, der mit seinem üppigen Angebot einem orientalischen Basar gleicht. Hier gibt es die bekannten madeirischen Korbwaren, Blumen über Blumen und den Schwarzen Degenfisch. Warm serviert ist er eine inseltypische Spezialität. Sehenswert ist auch der Hafen, der einst als Festungsanlage gebaut wurde. Der Botanische Garten beeindruckt mit riesigen Volieren voller exotischer Vögel.

Dass Madeira auch als Blumeninsel bekannt ist, wundert niemanden, der einmal im Inselinneren unterwegs war. Entlang der Levadas, künstlicher Wasserläufe, kann die Natur erwandert werden; so lassen sich die Schönheiten des felsigen Eilandes direkt und mit allen Sinnen genießen. Die vor mehr als 300 Jahren angelegten Levadas dienen noch heute der Bewässerung. Sie führen durch die üppige, immergrüne Vegetation, vorbei an Wasserfällen durch weite Lorbeerwälder, die zum Weltkulturerbe gehören. Da Madeira nie mit dem Festland verbunden war, gibt es Pflanzen und Tiere, die einmalig auf der Welt sind.

Das warme Klima macht Madeira als Reiseziel für Wassersportler äußerst attraktiv. Zwar gibt es nur wenige Badebuchten, für Taucher ist die Insel allerdings ein Paradies. Die felsigen Unterwasserlandschaften faszinieren mit bizarren Formationen. Bei Caniço wurde ein Bereich zum Unterwasser-Nationalpark erklärt. Auch Mountainbiker kommen auf ihre Kosten. Durch die beträchtlichen Höhenunterschiede und wechselnden Landschaften ist eine Entdeckung auf dem Fahrrad Erlebnis und Herausforderung zugleich.

Thailands unbekannter Norden

Nan, Thailand

© eutrophication&hypoxia@flickr

Thailands Norden ist mit seinen prächtigen Tempelanlagen und der atemberaubenden Berglandschaft ein beliebtes Reiseziel für Touristen aus aller Welt. Vor allem die Provinzen Chiang Mai mit der gleichnamigen größten Stadt des Nordens und die nördlichste Provinz Chiang Rai im Goldenen Dreieck sind Reisenden ein Begriff. Doch auch die unbekannteren Provinzen des Nordens entzücken Besucher mit ihrem ursprünglichen Charme und der nordthailändischen Lebensweise.

Die Provinz Nan mit ihrer gleichnamigen Provinzhaupstadt präsentiert sich idyllisch und unberührt inmitten der nordthailändischen Bergwelt. Früher war die Provinz an der Grenze zu Laos ein eigenes Fürstentum, in dem sich durch den Einfluss der benachbarten Königreiche Sukhothai, Lanna und Burma ein eigener, ganz besonderer architektonischer Stil entwickelte. Heute ist Nan das ideale Ziel für Besucher, die auf der Suche nach dem ursprünglichen Thailand die regenwaldbedeckten Berge und reiche Kultur erkunden möchten. Die unberührte Natur lädt zu spannenden Erkundungstouren ein: Aktivurlauber können eindrucksvolle Wasserfälle, geheimnisvolle Kalksteinhöhlen oder eine gemütliche Fahrt mit dem Bambusfloß erleben. Viele kleine Bergdörfer, scheinbar von der Außenwelt abgeschnitten, durchziehen die idyllische Landschaft und bieten einen Einblick in das ursprüngliche Leben der Bevölkerung.

Kinder, Nan, Thailand

© Hanumann@flickr

Das Städtchen Nan mit seiner malerischen Altstadt am Nan-Fluss besticht mit seinem behaglichen Charme längst vergangener Tage. Einfache Holzhäuser und wunderschöne Tempelanlagen aus unterschiedlichen Epochen prägen das Stadtbild. Der Wat Phumin mit seinen filigranen Wandmalereien und den vier Buddhastatuen, die vom Zentrum des Tempels in alle Himmelsrichtungen blicken, ist ebenso sehenswert wie der Wat Ming Mueang mit seinen eindrucksvollen Stuckverzierungen. Etwas außerhalb der Stadt, direkt am Fluss, liegt der wohl bekannteste Tempel Nans, der Wat Phrathat Chae Haeng. Eine von Nagas flankierte Treppe führt zum Hauptgebäude des Tempels, das ebenso wie der 55 Meter hohe, goldene Chedi im 14. Jahrhundert erbaut wurde.

Auch außerhalb der Stadt gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten, wie die neun Meter hohe Buddhastatue am Phra That Khao Noi Tempel auf dem gleichnamigen Berg, von dem Besucher einen atemberaubenden Blick über das Städtchen Nan und die tropische Landschaft der Umgebung haben. Der beeindruckende Doi Phu Kha-Nationalpark mit fast 2.000 Meter hohen Gebirgszügen aus Kalkstein beherbergt neben zahlreichen Säugetier- und Pflanzenarten auch die seltene Baumart Chomphu Phu Kha [Bretschneidera sinensis]. Ein Besuch ist vor allem im Februar zu empfehlen, wenn die zartrosa Blüten dieser Bäume in voller Pracht stehen und den Park in ein schillerndes Blumenmeer verwandeln. Mehrere Wasserfälle und versteckte Höhlen laden dazu ein, bei ausgiebigen Erkundungstouren entdeckt zu werden. Eine ganz besondere Atmosphäre schaffen die allmorgendlichen Nebelschwaden, die das gesamte Tal in einen weißen Vorhang zu hüllen scheinen.

Ban Nong Bua, Thailand

© sluj78@flickr

Ein Besuch im Dorf Ban Nong Bua, rund 40 Kilometer nördlich der Stadt Nan, verspricht interessante Einblicke in das Leben der Tai Lü, einem Volksstamm der Dai. Die Tai Lü sind bekannt für die Produktion von Stoffen mit dem typischen Stammesmuster. Auch die Herstellung von getrocknetem Seegras nach einem Jahrhunderte alten Verfahren gehört zu den wichtigsten Einnahmequellen des Dorfes. Der örtliche Tempel Wat Nong Bua mit seinen beeindruckenden Wandmalereien ist ein wunderschönes Beispiel für die traditionelle Architektur der Tai Lü. Im Bezirk Boklua, rund 80 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt, wird seit vielen Jahren sogenanntes „Bergsalz“ abgebaut. Hier können Touristen den Dorfbewohnern bei ihrer Arbeit an den zehn Meter tiefen Salzbrunnen zuschauen und mehr über das köstliche Salz aus den Bergen erfahren.

Planen Sie eine Reise nach Nordthailand und suchen Anregungen? Oder haben Sie Geheimtipps, die Sie teilen wollen? Nutzen Sie die Kommentarfunktion, um sich auszutauschen.